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Die German Church School Rundbrief vom Dezember 2007 |
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Liebe Freunde der German Church School,
Es war schwer, auch nur eine Mahlzeit am Tag zu bekommen...
Besonders hart war der Alltag in der Regenzeit. Manchmal musste sie stundenlange Regenschauer aushalten ohne irgendwo Schutz zu finden. Oft wurde sie krank. Nach dem Aufsammeln der Blätter und Zweige musste sie dem Waldhüter 50 Cent zahlen, um den Wald verlassen zu dürfen. Mittags um ein Uhr erreichte sie müde und erschöpft den Marktplatz. Für ihre schwere Ladung erhielt sie gerade einmal 4 bis 5 Birr. Zu wenig Geld, um der Familie auch nur eine Mahlzeit zu besorgen. So steht sie für das Schicksal vieler Frauen hier in der Umgebung. Schließlich gelang es der Großmutter, Natnael in der German Church School unterzubringen, er wurde in die erste Klasse aufgenommen. Seine Großmutter betrachtet diesen Moment als Natnaels "neue Geburt". Nun bekam Natnael regelmäßiges Essen: Brot, Obst, Milch und ein Taschengeld für die Familie. Er kommt mit einer Schuluniform und mit Schuhen nach Hause, die er von der Schule bekommen hat. Natnael hat die Not seiner Familie sehr bewusst wahrgenommen und sein Brot aus der Schule nach Hause gebracht, um es mit seiner Großmutter zu teilen. Schließlich haben unsere Sozialarbeiter einen Hausbesuch gemacht und der Großmutter Starthilfe für einen kleinen Verkaufsstand gegeben. Sie hat das Angebot genutzt und verkauft jetzt Brot und Injera, das Nationalgericht der Äthiopier. Inzwischen kann die Familie sich mit dem erwirtschafteten Geld selbst ernähren und sogar etwas Erspartes beiseite legen.In den Worten der Großmutter ist es eine "neue Geburt" für die ganze Familie. Neulich sagte sie: "Ich kann gar nicht mit Worten ausdrücken, wie glücklich ich bin. Vor allem darüber, wie fröhlich Natnael sich entwickelt und verändert hat." GCS-eine große Chance für die ganz Armen
Neue Paten gesucht Immer wieder haben wir bei Besuchen aus Deutschland die Gelegenheit, neue Paten für unsere Kinder zu finden. Auch Sie können uns dabei behilflich sein, indem Sie andere Menschen auf unser Sozialprojekt aufmerksam machen. Zur Zeit suchen wir noch Paten für die 80 neuen Erstklässler sowie für einige der Zweitklässler.
Auch Projektpatenschaften sind uns eine große Hilfe, ebenso zweckgebundene und freie Einzelspenden. Äthiopisches Millenium
Die allen äthiopischen Schulen vorgeschriebene Umwandlung vom Schichtunterricht hin zur Ganztagsschule können wir auf dem uns bislang zur Verfügung stehenden Gelände nicht verwirklichen, und so haben wir einen offiziellen Antrag auf Erweiterung gestellt.
"Ich lebe, und ihr sollt auch leben." (Joh.14,19) Wir grüßen Sie mit dieser Zusage, die allen Menschen gilt. Mit der Bitte um Frieden zwischen Äthiopien und seinen Nachbarn und mit allen guten Wünschen für Sie und Ihre Familien verbleiben wir ganz herzlich Ihre Ato Teklu Tafesse, Direktor und Martin Gossens, Pastor P.S. Bitte teilen Sie uns mit, falls sich Ihre Adresse ändert. So können Sie uns helfen, dass wir Spendenbescheinigungen etc. pünktlich zustellen können. Dankeschön! |