Ein Wiedersehen mit der German Church School,
Addis Abeba (Äthiopien) 12. - 14. Februar 2001

Dienstag, 13.02.
Die BibliothekMein Interesse galt zunächst der Bibliothek. Von dem Bibliothekar, Herrn Solomon, erfuhr ich, daß sich die Situation der Bücherei leicht verbessert hat.

Er konnte im Jahr 2000 für 5000 Birr (~ 1250 DM) Bücher kaufen und damit den Bestand leicht aufstocken. Dennoch besteht ständiger Bedarf an weiterer Fachliteratur und Schulbüchern.

Es gibt eine kleine Abteilung, die ausschließlich von den Lehrern genutzt wird, alle anderen Bücher sind für die Klassen 8-12 bestimmt. Für die Klassen 1-7 gibt es nach wie vor nur sehr wenige Bücher.

Bedarf:
  • Geld für Bücher
  • Adhäsive durchsichtige Folie, um die Bücher zur besseren Haltbarkeit mit einem Schutzumschlag versehen zu können.
  • Am Nachmittag traf ich die beiden Sozialarbeiterinnen, die im Sommer 2000 ihre Arbeit aufgenommen haben. Es handelt sich dabei um zwei völlig neue Arbeitsstellen, die als Ergebnis einer Evaluierung im Jahr 2000 eingerichtet worden sind. Es hat sich nämlich gezeigt, so Pfr. Krause, daß die Lehrer auf Grund ihrer zeitintensiven Lehrtätigkeit nicht in der Lage sind, die Die Sozialarbeiterinnensozialen Probleme der Kinder im nötigen Umfang aufzunehmen und zu besprechen. Außerdem war es erforderlich, den Kontakt zwischen Schule und Elternhaus zu intensivieren. Diese Lücke soll nun mit Hilfe der Sozialarbeiterinnen geschlossen werden. Um allerdings die Bemühungen der Schule auch in dem Wohnumfeld der Schüler fruchtbar zu machen und so die Menschen, die dort leben, in ihrem Denken und ihren Lebensgewohnheiten nachhaltig zu erziehen, wären mindestens zwei weitere SozialarbeiterInnen erforderlich. Dazu fehlt jedoch das Geld.

    Später wäre es sogar vorstellbar, Schüler der 12. Klassen als Freiwillige in dieses Sozialprogramm einzubeziehen. Dies ist indes gegenwärtig nicht mehr als eine Wunschvorstellung.
    Wer sind die Sozialarbeiterinnen?

    Die deutsche Mitarbeiterin hat Sozialpädagogik studiert und arbeitet seit Juni 2000 an der Schule. Die äthiopische Mitarbeiterin hat Theologie studiert und arbeitet seit September 2000 an der Schule. Außerdem unterrichtet sie in den 4. und 5. Klassen Ethik.

    Diese Kombination zweier Mitarbeiterinnen aus zwei Nationen bietet entscheidende Vorteile:

    Die äthiopische Mitarbeiterin kennt die Menschen und die Kultur des Landes, ihre Denkweise, Gaben und Defizite - und nicht zuletzt die Sprache.
    Die deutsche Mitarbeiterin hat die fachliche Ausbildung. Sie hält Kontakt zu wichtigen Leuten innerhalb und außerhalb der Kirchengemeinde, sie weiß, wie (die europäischen) Geldgeber denken, kann Unterstützung einfordern und genießt das Vertrauen ihrer deutschsprachigen Anprechpartner.

    Worin besteht das Aufgabengebiet der Sozialarbeiterinnen?

    1. Kontakt mit den Eltern pfeil Bericht lesen
    2. Kontakt mit den Schülern pfeil Bericht lesen
    3. Kontakt mit den AbsolventInnen des ausgelaufenen VT-Programms pfeil Bericht lesen
    4. Sozialprogramme pfeil Bericht lesen
    
    
    
    
    
    
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