Ein Wiedersehen mit der German Church School,
Addis Abeba (Äthiopien) 12. - 14. Februar 2001

Mittwoch, 14.02.

Das einstige PC-Kabinett Nach Gesprächen mit verschiedenen Mitarbeitern am Vormittag dieses Tages konnte ich am Nachmittag eine 8. Schulklasse besuchen, die im PC-Kabinett Grundlagen der Textverarbeitung lernt. Die Computer sind eine Spende der Kindernothilfe, Deutschland, und wurden ursprünglich für das VT-Programm angeschafft.
Nachdem dieses Programm ausgelaufen ist, stehen die PC nun den 20 besten aus rund 50 Schülern der 8. Klasse zur Verfügung.
Mit dieser Vorgehensweise wird einerseits der begrenzten Raumkapazität Rechnung getragen und andererseits werden die anderen Schüler angespornt, ihre Leistungen zu steigern, um auch in den Genuß kommen zu können, sich einige Grundlagen im Umgang mit PC anzueignen.
Der PC-Kurs wird von dem Mathematiklehrer Ato Yohannes betreut.

Nach dieser kurzen Visite hatte ich noch ausführlich Gelegenheit, an der oben schon erwähnten Schülerversammlung (Social meeting) teilzunehmen.
Diese wird sinnvollerweise von der äthiopischen Sozialarbeiterin geleitet.
Schülerin Zunächst sahen die Kinder ein Video, das die Notwendigkeit des Lernens an einem praktischen Beispiel vorstellte. Anschließend wurde die Gruppe geteilt.
Zunächst verließen die Jungen den Raum, damit die Mädchen ohne Scheu diskutieren konnten. Anschließend wiederholte sich dieselbe Diskussion mit den Jungen.
Schüler Ich war überrascht, wie klar sowohl Mädchen als auch Jungen die vorgestellte Situation analysierten und auch entsprechende Erkenntnisse formulierten!
Die Arbeit der Schule fällt offensichtlich auf fruchtbaren Boden.

Am Ende dieses Berichtes möchte ich den Lehrer Ato Teshome zitieren.
In einem Gespräch sagte er mir sinngemäß:

"Die ganze Schule ist wie eine Familie, dadurch werden die Schüler stark motiviert und bringen gute Leistungen. Der Kontakt zwischen Lehrpersonal und Schülern geht weit über den Unterricht hinaus, das ist der Unterschied zwischen der GCS und den allermeisten anderen Schulen im Land, und das macht sie so besonders."

Dem kann ich nichts hinzufügen, denn was Ato Teshome sagt, deckt sich exakt mit meinen Erfahrungen, die ich als Außenstehender und als Beobachter gemacht habe.
Gebe es Gott, daß diese Schule ungestört ihre Arbeit fortsetzen kann; als ein "Window of Hope", ein "Fenster der Hoffnung".



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